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    Valpolicella

     
    Etwa 10 km nördlich von Verona, beginnt das Weinanbaugebiet von Valpolicella. Es ersteckt sich über eine Gesamtfläche von 2.600 Hektar.

    Das Gebiet des Valpolicella

    "Classico" umfasst fünf Gemeinden: Fumane, Marano, San Pietro in Cariano, Sant'Ambrogio di Valpolicella und Negrar.

    Im Valpolicella-Gebiet ist das Klima mild und gemäßigt: die nahe gelegenen Berge, die Monti Lessini, schützen das Gebiet vor der Kälte aus dem Norden und der Gardasee beeinflusst die Temperaturen mit seinem Mikroklima. Die Durchschnittstemperatur schwankt zwischen 2,6°C im Januar und 26°C im Juli. Die Niederschläge belaufen sich durchschnittlich auf 900-1000 mm pro Jahr. Die Höhe variiert von 70 bis 400 m über dem Meeresspiegel. Auf dem größten Teil des Bodens wird mediterraner Anbau betrieben, das heißt Reben, Oliven- und weitere fruchttragende Pflanzen.

    In der Gemeinde Negrar, die im Herzen der Gegend des DOC Classico liegt, erstreckt sich auf einer Fläche von 40 ha Land das Gut Guerrieri Rizzardi. In der Nähe des Ortes, in Poiega, ist Villa Rizzardi mit ihrem berühmten historischen Garten und einem kleinen Ortsteil aus dem 17. Jahrhundert, wo bis heute die Kellereien zur Weinherstellung, Alterung und Welkung der Trauben untergebracht sind. Drumherum breiten sich die Weinberge aus. Wenige Kilometer entfernt befindet sich das Gut von Rovereti mit seiner Villa aus dem 17. Jahrhundert, den rustikalen Bauten, den Weinbergen unter Obstbäumen auf dem Hügel von Calcarole und von Tomenighe.

    Die Weinberge

    Das 25 Hektar große, mit Reben bepflanzte Land weist wegen seiner unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit ganz verschiedene Charakteristiken auf. Die Gegend von Poiega und Rovereti liegt auf einer Höhe von 100 m. Der Boden ist rötlich, kompakt und tonartig, versetzt mit viel aktivem Kalkstein. Auf dem Hügel von Calcarole, in 190 m Höhe, weist der "terroir", zu 80% eine Mischung aus dem Quartär, eine unterschiedlich tiefe Erdschicht auf bröckeligen Mergelfelsen auf.

    Die Rebendichte variiert von 1700 bis 6000 Pflanzen pro Hektar und das Rebenalter liegt zwischen 2 und 30 Jahren. Folgende Anbausysteme werden angewandt: Doppelte Pergola , einfacher 'Guyot' und ‚verzweigter Spalier . Für den Anbau werden die Normen der EU eingehalten, wobei darauf geachtet wird, chemische Produkte auf ein Minimum zu reduzieren.

    DIE ZONE

    Nach einem geographischen Maßstab mit dem Namen Valpolicella werden 3 Talebenen bezeichnet. Diejenigen der Bäche von Negrar Marano und Fumane, die von den Lessini Bergen westlich von Verona runterkommen, und den Bergen, die sie trennen. Die Valpolicella wird auch in 3 Zonen aufgeteilt: die erste hohe Ebene von 100 Meter Höhe, die die Dörfer mit Blick auf den Adige verbindet.

    Die zweite Zone ist Hügelgelände. Sie breitet sich von der Brennerstaatsbahn aus bis ins Herzen der Talebenen, die Dörfe Arbizzano Negrar, Marano Valgatara, Fumane, San Pietro Incariano, Pedemonte, San Floriano, Castel Rotto, C. Sant'Ambrogio, Gargagnago, Cavalo, San Giorgio umfassend. Diese ist die äusserste und am meisten bebaute Zone. Die dritte ist

    Gebirgszone

    Sie steigt bis zum Gipfel der 3 Hauptebenen. Von den 400/500 Metern verbreitet sie sich in der Höhe bis 900 Metern. Dort wird die Vegetation bewaldet und Wiesenland.

    Die Rebsorten

    Nach der Tradition dieser Gegend gibt es folgende Weinsorten : Corvinone, Corvina veronese, Rondinella, Barbera, Merlot Sangiovese und Molinara.

        Corvina- Traube                          Garganera-Traube

    Die Weine Valpolicella

    DOC für Rotwein im Westen der italienischen Region Venetien, der neben dem Chianti wohl zu den bekanntesten Italiens zählt. Die Zone umfasst die Gemeinden Cazzano di Tramigna, Cerro Veronese, Colognola ai Colli, Dolce, Fumane, Grezzana, Illasi, Lavagno, Marano di Valpolicella, Mezzane di Sotto, Montecchia di Crosara, Negrar, Pescantina, San Martino Buon Albergo, San Mauro di Saline, San Pietro in Cariano, Sant´Ambrogio di Valpolicella, Tregnago und Verona in der Provinz Verona. Die fünf Gemeinden Fumane, Marano, Negrar, San Pietro und Sant´Ambrogio bilden den Classico-Bereich mit terrassierten Lagen. Die klimatischen Bedingungen mit dem nahen Gardasee begünstigen die Herstellung von Rotweinen und die Trocknung der Trauben auf Holzrosten für die Varianten Recioto und Amarone. Der Wein hat ein fruchtiges Bouquet nach Bittermandeln, ist (auch von den Rebsorten her) ähnlich dem Bardolino, aber dunkler, kräftiger und langlebiger. Einige Erzeuger initiieren nach der Gärung durch Zusatz von Amarone- oder Recioto-Maische eine zweite Gärung – dies wird als Ripasso bezeichnet. Dadurch ist der Wein körperreicher und geschmacksvoller als der normale Valpolicella. Der Valpolicella wird (bei allen Varianten) aus den einheimischen, roten Rebsorten Corvina Veronese (40-70%), Rondinella (20-40%), Molinara (5-25%), in beliebiger Mischung von Barbera, Negrara Trentina, Rossignola und Sangiovese (bis 15%), sowie eventuell anderen zugelassenen und nichtaromatischen roten Sorten (bis 5%) verschnitten. Er hat einen Alkohol-Gehalt von 11% vol. Der Superiore muss ein Jahr altern und hat 12% vol. Der süße Recioto della Valpolicella (auch als Spumante) wird aus teilweise getrockneten Trauben gekeltert, er hat 14% vol Alkohol-Gehalt.

    Der tiefrote und ausgeprägt herbe Amarone della Valpolicella wird ebenfalls aus halbgetrockneten Trauben gekeltert, aber komplett vergoren.Er muss zwei Jahre lagern und hat 14% vol Alkohol-Gehalt.

                

    Alle Weine (außer dem Spumante) aus der klassischen Zone dürfen die Zusatzbezeichnung Classico tragen. Der Unterbereich Valpantena (großteils in Besitz des 200 Hektar umfassenden Weingutes Bertani) darf ebenfalls zusätzlich auf dem Etikett genannt werden. Eine DOCG-Klassifikation für den Classico-Bereich ist angestrebt und wohl bald zu erwarten.

    VdT = Vino da tavola

    Die niedrigste Qualitätsklasse entspricht dem österreichischen bzw. deutschen “Tafelwein” (nächste Stufe nach Tafelwein) oder dem französischen “Vin de table”. Er darf auf dem Etikett weder eine Rebsorte, geographische Bezeichnung noch einen Jahrgang enthalten, sondern ausschließlich nur mit ”Bianco” (weiß) oder ”Rosso” (rot) bezeichnet werden.

    IGT = Indicazione Geografica Tipica:

    Die zweite Qualitätsstufe entspricht der österreichischen bzw. deutschen Stufe Landwein (nächsthöhere Stufe nach Tafelwein) oder dem französischen Vin de pays. Er muss dem Wesen nach eine typische, geographisch bedingte Charakteristik haben. Als Bezeichnung kann er zum Beispiel eine Region wie ”Rosso di Toscana” oder auch eine Rebsortenbezeichnung wie ”Moscato di Canelli” tragen. IGT ersetzte die alte Bezeichnung ”Vino da tavola con indicazione geographica”. Es gibt derzeit (Stand 2002) 124 klassifizierte IGT´s.

    DOC = Denominazione di Origine Controllata:

    Diese Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung müssen aus festgelegten Rebsorten, die in bestimmten Gebieten angebaut werden, nach festgesetzten Mengen und Methoden verarbeitet und ausgebaut werden (siehe weiter unten). Manche DOC-Zonen produzieren nur einen Wein, andere mehrere in verschiedenen Farben, Rebsorten oder Arten. Als deutschsprachiges Pendant ist für Südtiroler Weine die Bezeichnung QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) zulässig. Es gibt derzeit (Stand 2002) 314 klassifizierte DOC-Bereiche.

    DOCG = Denominazione di Origine Controllata e Garantita:

    Diese Weine mit kontrollierter und garantierter Ursprungsbezeichnung repräsentieren die höchste italienische ”Ehrenklasse”, die besonders hoch geschätzten Weinen die Echtheit garantiert. Seit 1992 wird nach französischem Beispiel bei DOC- und DOCG-Weinen auch die kontrollierte Nennung von Unterzone (sottozona), Gemeinde (comune), Ortsteil (frazione), Kleinklimazone (microzona), Weingut (fattoria, cascina oder podere) und Weinbergs-Parzelle (vigna oder vigneto) vorgegeben. Das heißt, dass diese Zusatzinformationen angegeben werden dürfen, aber nicht müssen. Der Zusatz "Classico” bezeichnet traditionelle Gebiete innerhalb eines Bereiches. Liegen die Qualitätsmerkmale wie Alkohol-Gehalt bzw. Höchstertrag über den gesetzlichen Anforderungen, so darf der Zusatz verwendet werden, bei längerer Fassreife Riserva.

    Superiore

    Italienische Zusatz-Bezeichnung für einen Wein, der (unterschiedlich per Region) höhere Qualitäts-Anforderungen wie zum Beispiel Alkohol-Gehalt (meist 0,5 bis 1% mehr) und Reifezeit erfüllen muss. Gewisse Überschneidungen gibt es mit dem Begriff Riserva; siehe dort.

    Riserva

    Zusatzbezeichnung für italienische DOC- und DOCG-Weine, die höheren Qualitäts-Anforderungen entsprechen und eine längere Fass- und Flaschen-Reifung (zwischen zwei und vier Jahren) als normale Abfüllungen aufweisen. Die Bestimmungen sind per DOC unterschiedlich und nicht bei allen Weinen vorgesehen. Manchmal gibt es auch Überschneidungen mit der Bezeichnung "Superiore". Die Vorstufe zu Riserva ist "Vecchio" (alt) mit geringeren, die Steigerung ist "Riserva Speciale" mit noch höheren Anforderungen. In Spanien hat Reserva eine ähnlich weinrechtliche Bedeutung, das französische Réserve jedoch nicht. Siehe auch unter den weingesetzlichen Bestimmungen bei Italien.